Hybride KI-Suche: Mehr als Dokumente ins Sprachmodell werfen

Donnerstag 19.02.2026

In vielen Unternehmen verbringen Wissensarbeiter einen beträchtlichen Teil ihrer Arbeitszeit mit der Suche nach Informationen. Dokumente werden durchsucht, Versionen verglichen, relevante Passagen manuell extrahiert. KI-gestützte Suchlösungen versprechen hier Effizienzgewinne, eine höhere Qualität der Informationsverarbeitung und eine spürbare Entlastung der Mitarbeitenden.

In der Praxis bedeutet „KI-Suche“ heute jedoch häufig, Dokumente in ein Sprachmodell zu laden und per Prompt auswerten zu lassen. Was in einzelnen Anwendungsfällen funktionieren kann, stösst im Unternehmenskontext schnell an Grenzen – insbesondere dort, wo sensible Daten, regulatorische Anforderungen oder komplexe Berechtigungskonzepte berücksichtigt werden müssen.

Entscheidend ist nicht nur, ob eine Antwort schnell generiert wird. Entscheidend ist:

  • Welche Daten wurden berücksichtigt?
  • Ist der Informationsraum klar definiert?
  • Werden Datenschutzanforderungen eingehalten?
  • Bleibt die Kontrolle über die Nutzung der Daten gewahrt?

Ohne klar abgegrenzte Informationsräume entsteht eine Blackbox: technisch leistungsfähig, aber in ihrer Datenbasis und Entscheidungslogik nur begrenzt nachvollziehbar.

Ein hybrider Ansatz setzt genau an dieser Stelle an. Er folgt einem klaren Prinzip: Zuerst wird der relevante Informationskontext strukturiert definiert – etwa über abgegrenzte Datenräume, Filtermechanismen oder gezielte Dokumentauswahl. Erst innerhalb dieses kontrollierten Rahmens kommen unterschiedliche KI-Verfahren, darunter auch Sprachmodelle, zur Analyse und Auswertung zum Einsatz.

So bleibt die Informationsarchitektur führend – nicht das Modell.

Gerade in stark regulierten Umfeldern zeigt sich, dass KI-Modelle allein keine tragfähige Lösung darstellen. Entscheidend ist ihre Einbettung in klar definierte Systemarchitekturen sowie bestehende Verantwortungs- und Governance-Strukturen.

Schweizer Lösungsanbieter wie Karakun setzen solche hybriden Ansätze mit Plattformen wie HIBU konkret um. Ziel ist es, Effizienzgewinne durch KI mit klarer Datenkontrolle und digitaler Souveränität zu verbinden – ohne die Hoheit über sensible Informationen aus der Hand zu geben.

Hybride Suche ist damit keine Frage des eingesetzten Modells, sondern eine architektonische Entscheidung.

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