In vielen Unternehmen verbringen Wissensarbeiter einen beträchtlichen Teil ihrer Arbeitszeit mit der Suche nach Informationen. Dokumente werden durchsucht, Versionen verglichen, relevante Passagen manuell extrahiert. KI-gestützte Suchlösungen versprechen hier Effizienzgewinne, eine höhere Qualität der Informationsverarbeitung und eine spürbare Entlastung der Mitarbeitenden.
In der Praxis bedeutet „KI-Suche“ heute jedoch häufig, Dokumente in ein Sprachmodell zu laden und per Prompt auswerten zu lassen. Was in einzelnen Anwendungsfällen funktionieren kann, stösst im Unternehmenskontext schnell an Grenzen – insbesondere dort, wo sensible Daten, regulatorische Anforderungen oder komplexe Berechtigungskonzepte berücksichtigt werden müssen.
Entscheidend ist nicht nur, ob eine Antwort schnell generiert wird. Entscheidend ist:
- Welche Daten wurden berücksichtigt?
- Ist der Informationsraum klar definiert?
- Werden Datenschutzanforderungen eingehalten?
- Bleibt die Kontrolle über die Nutzung der Daten gewahrt?
Ohne klar abgegrenzte Informationsräume entsteht eine Blackbox: technisch leistungsfähig, aber in ihrer Datenbasis und Entscheidungslogik nur begrenzt nachvollziehbar.
Ein hybrider Ansatz setzt genau an dieser Stelle an. Er folgt einem klaren Prinzip: Zuerst wird der relevante Informationskontext strukturiert definiert – etwa über abgegrenzte Datenräume, Filtermechanismen oder gezielte Dokumentauswahl. Erst innerhalb dieses kontrollierten Rahmens kommen unterschiedliche KI-Verfahren, darunter auch Sprachmodelle, zur Analyse und Auswertung zum Einsatz.
So bleibt die Informationsarchitektur führend – nicht das Modell.
Gerade in stark regulierten Umfeldern zeigt sich, dass KI-Modelle allein keine tragfähige Lösung darstellen. Entscheidend ist ihre Einbettung in klar definierte Systemarchitekturen sowie bestehende Verantwortungs- und Governance-Strukturen.
Schweizer Lösungsanbieter wie Karakun setzen solche hybriden Ansätze mit Plattformen wie HIBU konkret um. Ziel ist es, Effizienzgewinne durch KI mit klarer Datenkontrolle und digitaler Souveränität zu verbinden – ohne die Hoheit über sensible Informationen aus der Hand zu geben.
Hybride Suche ist damit keine Frage des eingesetzten Modells, sondern eine architektonische Entscheidung.